A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Unser MelangeABC dient dazu bemerkenswerte Betrachtungen, Anmerkungen, Ein- und Ausblicke über Nachhaltigkeit & Beratung, Organisationen & Kommunikation - und was fiele nicht darunter in unserer durchorganisierten, um Nachhaltigkeit ringenden Welt - zu sammeln und auszutauschen. Es ist nie fertig, sondern ein konstantes Work in Progress. Dies ist erst der Anfang! Beiträge unserer KooperationspartnerInnen und FreundInnen sind willkommen! Im Falle dieses Falles bitte ein Mail an schrader@melangeC.at

ProphetInnen

"Kluge Propheten warten die Zukunft ab" (Horace Walpole), und kluge Organisationen erfinden sie selbst.

Resilienz

Resilienz beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Ein anschauliches Beispiel dafür sind Stehaufmännchen, sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufzurichten und so nach einer Störung immer wieder in den Grundzustand zurückzukehren. In turbulenten Umwelten beschreibt Resilienz die Fähigkeit, mit einem grundsätzlichen Paradoxon umzugehen: sich laufend ändern zu können, um so zu bleiben, wie man ist. Krisen können mit Hilfe des Rückgriffs auf Ressourcen gemeistert und als Anlass für Entwicklungen genutzt werden.

Sustainable Consulting zielt darauf ab, die Resilienz von Organisationen und ihrer Umwelten zu erhöhen - im Sinne der Steigerung langfristigen Überlebens, und ganz ohne Prophetie... (ms)

ROA – Return on Art

Wie nach und haltig ein Leitmotiv ist, kann passabel in der Kunst abgelesen werden. Nehmen wir beispielsweise Da Vincis Mona Lisa oder besser (weil zeitgemäßer) die Bauhaus Bewegung. Nicht nur dass Form- und Stilprägende Haltungen sie zu überdauernden Klassikern machen... Vielmehr sind ihre Organisationsformen so ausgerichtet, dass sie ermöglichen, wovon die Welt heute noch spricht: Kollaboration, Heterachie und Partizipation. Lange bevor diese Wörter so zentral in die Arbeitsmethodik der modernen Organisationsberatung gekommen ist. (hr)

Schwarm

Schwärme erzeugen koordiniertes und reaktionsschnelles kollektives Handeln, ohne eine an einem Ort lokalisierte Führung zu benötigen. 3 Regeln genügen um einen Schwarm zu simulieren:

  1. Versuche eine Minimumdistanz von allen Objekten in der Umgebung zu halten, inkusive anderen Individuen des Schwarns
  2. Passe deine Geschwindigkeit jener der anderen Individuen des Schwarms an
  3. Versuche Dich zum wahrgenommenen Zentrum des Schwarms hinzubewegen

(nach Brown/Eisenhardt, Competing On The Edge)(os)

Selbstevaluation

Die Kernfrage der S. lautet: "Was woar mei Leistung?". Ernstgenommen, kann sie ein sehr nützliches Instrument der Selbsterkentnis und Selbststeuerung sein. Impulse zur S. können erfahrungsgemäß durchaus aus der Umwelt kommen, wie auch die Ergebnisse es oft verdienen von der Umwelt beachtet zu werden. (os)

Speisekarte

Immer wieder wird die Speisekarte mit dem Menü verwechselt, nicht alles wo z.B. Nachhaltigkeit draufsteht hat tatsächliche nachhaltige Auswirkungen. Wem der Unterschied unklar erscheint, soll einfach mal in die Speisekarte beißen ...

Und dann? Was tun, wenn wir entdecken, dass wir zwar gleiche Worte verwenden, aber unterschiedliche Bedeutungen damit verbinden?

Ein Ausweg kommt von Abraham Lincoln, von dem folgende Reklamation an einen Kellner kolportiert wird: "Wenn das hier Tee ist, geben sie mir bitte Kaffee. Wenn das hier Kaffee ist, geben sie mir bitte Tee!" (os)

Systemisches Konsensieren

Von den Wiener Mathematikern G.Paulus, S.Schrotta und E.Visotschnigg entwickeltes Verfahren zur demokratischen Entschidungsfindung in Gruppen. Das SK beruht auf der Erfahrung, dass die herkömmlichen demokratischen Verfahren Mehrheitsentscheidung und Konsens gravierende Nachteile mit sich bringen, da beide Gewinner und Verlierer produzieren. (gerade beim Konsenszwang können kleine Minderheiten großen Mehrheiten ihren Willen aufzwingen). Daher entwickelten sie einen Abstimmungsmodus der die Widerstände der Beteiligten gegen die zur Debatte stehenden Lösungsvorschläge misst. Jede/r Beteiligte kann dabei jeden Vorschlag mit 0-10 Widerstandspunkten versehen. Der Vorschlag, mit den wenigsten Widerstandspunkten gilt als angenommen, wobei jedoch die Aufrechterhaltung des Status-Quo immer als eine Variante mitabgestimmt wird. Das heißt, es kann sich nur eine Lösung durchsetzen, die weniger Widerstand erzeugt als der Status Quo.

Tellerrand

Über den Tellerrand zu blicken empfiehlt sich insbesondere, wenn man die Suppe, die andere einem eingebrockt haben, nicht selbst auslöffeln will. So wie in einer Szene in Ernst Lubitsch Film "Ninotschka": Dort bestellt ein Gast einen Kaffee ohne Sahne, worauf ihm der Kellner antwortet: "Sahne haben wir leider nicht mehr, darf es auch ein Kaffe ohne Milch sein?"
(ms)

Passwort vergessen?
close